Die Arbeit mit Holz vermittelt ein gewisses Gefühl von Ruhe. Und da Bäume natürlich und nachhaltig sind, ist ihr Abfall doch sicher kein richtiger Abfall, oder?
Bäume sind in Bezug auf ihre Treibhausgaskonzentrationen klimaneutral – also alles gut, wenn man Holz einfach wegwirft, oder?
Nun ja … so einfach ist es leider nicht. Wenn Holz auf der Mülldeponie landet, entsteht durch den anaeroben Zerfall des Holzabfalls Methan – ein Treibhausgas mit einem 25-mal höheren Treibhauspotenzial als Kohlendioxid. Selbst die besten Deponiegas-Erfassungssysteme der Welt können nicht das gesamte Methan zurückgewinnen.
Und wer sagt, dass Restholz nicht in etwas Schönes verwandelt werden kann? Kevin jedenfalls nicht. Er denkt ein wenig anders: Anstatt eine Idee für ein Holzprojekt zu haben und dann loszuziehen, um das perfekte Stück gesägtes Holz dafür zu finden, entdeckt er ein Stück Restholz, betrachtet es ausgiebig und entwickelt dann ein Projekt daraus – je nachdem, was sich daraus machen lässt.






Holzabfall und Restholz sind zum Beispiel Holzverschnitt, Holzkisten oder Paletten, Äste, Treibholz, Baumstümpfe und kaputte Möbel.
Die meisten Holzbearbeiter haben einen beeindruckenden Stapel an Holzresten. Holz wegzuwerfen fühlt sich nach Verschwendung an – und all die Endstücke und Verschnitte sind eine wahre Fundgrube für Projektideen. Denken Sie an Untersetzer aus Hirnholz, zu einem Schneidebrett oder einer Uhr verleimte Holzstreifen, Aufbewahrungsboxen, Wandkunst … die Liste ließe sich fortsetzen!
Holzabfall, der auf Deponien landet, ist eine verschwendete Ressource – und die meisten Hölzer haben eine lange Lebensdauer, das heißt, sie können wiederverwendet und aufgewertet werden.
Die Lebensdauer von Holzprodukten beträgt ungefähr:
• 90 Jahre für den Wohnungsbau und Möbel.
• 50 Jahre für kesseldruckimprägnierte Kiefer, Möbel aus Nadelholz und Hartholzpfosten.
• 30 Jahre für Sperrholz, Spanplatten und MDF für Schränke, kesseldruckimprägnierte Kiefer für Terrassen und Hartholzschwellen.
• 10 Jahre für Hartholzpaletten und -latten, Hartfaserplattenverpackungen sowie Spanplatten und MDF für Ladeneinrichtungen.
• 3 Jahre für Nadelholzpaletten, Sperrholzschalungen und Papierprodukte.




Was aus Restholz entstehen kann, wird nur durch Ihre Fantasie begrenzt. Warum nicht ein Käsebrett schnitzen? Oder einen alten Baumstumpf in Wellen verwandeln? Eines unserer Lieblingsprojekte, das Sie im örtlichen Gartencenter ein paar hundert Euro kosten würde, ist dieser pfiffige kleine Gartenzwerg – kostenlos gefertigt aus, ja, Sie haben es erraten, weggeworfenem Holz.
Hier ein paar weniger erfreuliche Fakten über Holzabfall:
• In Australien entstehen pro Jahr rund 1,78 Millionen Tonnen Holzabfall.
• In den USA liegt diese Zahl bei fast 300 Millionen Tonnen.
• Modellrechnungen der EPA prognostizieren, dass bis 2065 seit 1900 weltweit rund 7 Milliarden metrische Tonnen Holzabfall angefallen sein werden.
• Ein Großteil dieses Holzes wurde vermutlich auf Müllhalden und Deponien abgelagert.
• Rund zwei Drittel des gesamten Holzabfallvolumens und der Masse, die auf Deponien landen, sind unbehandeltes Hartholz aus Bau- und Abbruchabfällen, kaputte Paletten, Zäune und Verschnitt.
• Und logischerweise wird der Großteil dieses Holzabfalls von der Industrie erzeugt, doch es gibt viele Möglichkeiten, unseren Einfluss auf lokaler Ebene zu verringern.
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